MAUNAWAI vs. Brita

Zwei Kannen, zwei Prinzipien

Auf den ersten Blick sehen sich Brita und MAUNAWAI ähnlich: Beide sind Wasserfilterkannen, die auf dem Küchentisch stehen und ohne Wasseranschluss funktionieren. Doch hinter dem ähnlichen Äusseren stecken zwei grundlegend verschiedene Filtertechnologien.Wer die Unterschiede versteht, kann besser entscheiden, welche Kanne zu seinen Ansprüchen passt.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Brita und MAUNAWAI Kini sind beides Kannenfilter, arbeiten aber mit grundlegend verschiedenen Technologien: Ionentausch (Brita) vs. Gravitationsfiltration mit Mineralkeramik (MAUNAWAI).
  • Brita gibt an, neben Kalk und Chlor auch Spuren von Pestiziden, Medikamentenrückständen, Blei, Kupfer und PFAS zu reduzieren, veröffentlicht aber keine konkreten Reduktionswerte.
  • MAUNAWAI weist die Filterleistung bei Schwermetallen, PFAS, Pestiziden, Nitrat und Medikamentenrückständen mit konkreten Laborergebnissen nach und erhält die natürlichen Mineralien im Wasser.
  • Die Brita-Kartusche wird alle vier Wochen gewechselt. Die MAUNAWAI-Kini-Kartusche arbeitet bis zu drei Monate.

Wie Brita filtert

Brita-Kannen arbeiten mit einer Kombination mehrerer Filtermedien, die in einer Wechselkartusche zusammengefasst sind. Beim aktuellen Standardmodell MAXTRA PRO durchläuft das Wasser drei aufeinanderfolgende Schichten.

Am Eingang der Kartusche sitzt ein feines Sieb. Es hält gröbere Partikel und Sedimente zurück, bevor das Wasser tiefer eindringt. Anschliessend strömt das Wasser durch eine Schicht aus Aktivkohle-Granulat. Brita gewinnt diese Aktivkohle nach eigenen Angaben aus nachhaltig zertifizierten Kokosnussschalen. Sie bindet vor allem Chlor und chlorhaltige Verbindungen sowie organische Stoffe, die Geschmack und Geruch beeinflussen.

Im Kern der Kartusche befindet sich das Ionentauscher-Harz. Es besteht aus winzigen Kunstharz-Kügelchen, die gelöste Calcium- und Magnesium-Ionen binden und gegen Wasserstoff- oder Natrium-Ionen austauschen. Damit das Wasser zügig durchläuft, kommt zusätzlich Druck aus dem aufliegenden Wasservolumen ins Spiel. Je nach Modell ist ein Liter in wenigen Minuten gefiltert. Das Ergebnis ist weicheres Wasser mit reduziertem Kalk. Brita gibt an, dass dieser Prozess auch Spuren von Metallen wie Blei und Kupfer zurückhalten kann. Konkrete Reduktionswerte oder unabhängige Laborberichte zur europäischen MAXTRA PRO veröffentlicht das Unternehmen nicht.

Die Kartusche hat eine Kapazität von rund 150 Litern und sollte alle vier Wochen gewechselt werden. Für bestimmte Schadstoffe wie Blei gibt es Spezialmodelle (Brita Elite), die über die Standardfiltration hinausgehen. Auf dem US-Markt sind diese Spezialmodelle nach NSF/ANSI 42, 53 und 401 zertifiziert. Für die in Europa verkaufte MAXTRA PRO liegt eine TÜV-Prüfung vor, die sich auf Materialsicherheit und Lebensmittelkontakttauglichkeit bezieht. Unabhängige Laborberichte zur konkreten Schadstoff-Filterleistung der europäischen Standardkartusche veröffentlicht Brita nicht.

Wie MAUNAWAI filtert

Die MAUNAWAI Kini arbeitet nach dem Prinzip der Gravitationsfiltration. Das Wasser wird in ein oberes Becken gegeben und fliesst allein durch Schwerkraft langsam durch zwei aufeinander abgestimmte Filterstufen. Die Durchflusszeit liegt bei ein bis fünf Minuten pro Liter, je nach Wasserqualität.

Stufe 1: Das Vorfilterpad

Bevor das Wasser die eigentliche Kartusche erreicht, durchläuft es ein flaches Vorfilterpad. Es hält grobe Kalkbindungen zurück. Ein Teil des Kalziums wird dabei aus dem Wasser herausgelöst, und im Gegenzug gibt das Pad Kalium an das Wasser ab, einen Mineralstoff, den der Körper für seine Zellfunktionen braucht. Darüber hinaus bindet das Pad Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Cadmium sowie einen Teil von Nitrat und Nitrit. So gelangt das Wasser bereits entlastet in die zweite Stufe. Das Pad wird wie die Hauptkartusche alle zwei bis drei Monate gewechselt.

Stufe 2: Die mehrstufige Kini-Kartusche

In der Kartusche findet die eigentliche Tiefenfiltration statt. Sie ist mehrschichtig aufgebaut, vergleichbar mit den Gesteinsschichten, durch die Quellwasser in der Natur fliesst.

Zuerst trifft das Wasser auf eine Hochleistungs-Aktivkohle aus Kokosnussschalen. Bereits vier Gramm dieser Aktivkohle haben eine innere Oberfläche von rund 6.400 Quadratmetern, das entspricht etwa der Fläche eines Fussballfeldes. Eine Kini-Kartusche enthält 170 Gramm davon. Durch Adsorption bindet die Aktivkohle gelöste Schadstoffe wie Chlor, Pestizide, Hormone und Medikamentenrückstände. Eingebettet in diese Schicht sind Edelschungit und Zeolith. Sie unterstützen die Adsorption und wirken gegen Keime.

Anschliessend strömt das Wasser durch insgesamt 21 verschiedene Mineralkeramiken in mehreren Lagen, darunter Pi-Keramik, Turmalinkeramik, Quarzkeramik, Alcalina-Keramik und EM-Keramik. Jede Keramik erfüllt eine eigene Aufgabe. Die Pi-Keramik bietet dem Wasser ausgewählte Mineralien an. Das Wasser nimmt aus dieser Schicht nur das mit, was ihm zu seiner natürlichen Balance fehlt. So entsteht ein Wasser mit Quellwasser-Qualität, nicht durch Hinzufügen, sondern durch Wiederherstellen. Die Turmalinkeramik wirkt als Katalysator und hilft bei der Restrukturierung des Wassers. Die Alcalina-Keramik hebt den pH-Wert sanft in den neutralen bis leicht basischen Bereich. Die EM-Keramik enthält Effektive Mikroorganismen, die das Wassermilieu stabilisieren. Anders als beim Ionentausch bleiben die für den Körper wichtigen Mineralien wie Calcium und Magnesium dabei im Wasser erhalten.

Die Kini-Kartusche arbeitet bis zu drei Monate, unabhängig bestätigt im 90-Tage-Dauertest. Die Kini ist CE-zertifiziert, TÜV-geprüft und IIREC-zertifiziert. Die Filterleistung ist durch DAkkS-akkreditierte Labortests und einen IIREC-Langzeittest belegt. Weitere Informationen finden Sie unter Wissenschaft und Studien.

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