Schwermetalle gelangen oft über alte Hausleitungen ins Trinkwasser
In vielen älteren Gebäuden fliesst das Wasser durch Leitungen, Verbindungsstücke und Armaturen, die Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Nickel an das Wasser abgeben können.
- Trinkwasser aus dem Wasserwerk ist in der Regel sauber. Die Belastung mit Schwermetallen entsteht meist erst auf dem Weg durch die Hausleitungen.
- Alte Bleirohre, Kupferleitungen, verchromte Armaturen und Lötstellen können Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium ins Wasser abgeben.
- Blei ist besonders kritisch für Kinder und Schwangere. Es schädigt das Nervensystem und beeinträchtigt die Entwicklung.
- Abkochen hilft nicht. Schwermetalle sind hitzestabil und können sich beim Kochen sogar konzentrieren.
- Ab 2028 wird der EU-Grenzwert für Blei im Trinkwasser nochmals halbiert. In der Schweiz sind Bleirohre seit 1904 verboten, können in unsanierten Altbauten aber noch vorhanden sein.
Das Wasserwerk liefert sauber, das Problem beginnt danach
Trinkwasser gehört in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Die Wasserwerke liefern Wasser, das die gesetzlichen Grenzwerte einhält. Doch diese Kontrolle endet an der Hauswand. Was danach passiert, liegt in der Verantwortung der Hauseigentümer.
Und genau hier entsteht das Problem. In vielen älteren Gebäuden fliesst das Wasser durch Leitungen, Verbindungsstücke und Armaturen, die Schwermetalle an das Wasser abgeben können. Je länger das Wasser in den Leitungen steht, desto mehr Metalle lösen sich. Wer morgens den Hahn aufdreht, trinkt deshalb oft Wasser mit einer höheren Schwermetallkonzentration als tagsüber nach dem Spülen.
Die wichtigsten Schwermetalle im Leitungswasser sind Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium. Sie gelangen auf unterschiedlichen Wegen ins Wasser und wirken verschieden auf den Körper.
Blei, Kupfer, Nickel, Cadmium: Woher sie kommen
Blei gelangt vor allem über alte Bleirohre ins Trinkwasser. In Deutschland wurden sie bis in die 1970er-Jahre verlegt, besonders im Norden und Osten. In der Schweiz sind Bleirohre zwar seit 1904 verboten, doch in unsanierten Altbauten können sie noch existieren. Auch Lötzinn an Rohrverbindungen und ältere Messingarmaturen enthalten Blei. In Deutschland müssen alle verbliebenen Bleileitungen bis Januar 2026 stillgelegt oder entfernt werden.
Kupfer stammt aus Kupferleitungen, die in Millionen Haushalten verbaut sind. Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei weichem, saurem Wasser, lösen sich Kupferionen aus dem Rohr. Ein sichtbares Zeichen dafür sind grünliche oder bläuliche Verfärbungen an Armaturen und Abflüssen. Neue Kupferleitungen geben in den ersten Monaten nach der Installation besonders viel Kupfer ab. Mit der Zeit bildet sich eine schützende Patina, die den Eintrag reduziert.
Nickel wird häufig von verchromten oder vernickelten Armaturen und Verbindungsstücken freigesetzt. Besonders nach Standzeiten über Nacht kann die Konzentration erhöht sein. Für Menschen mit Nickelallergie kann selbst eine geringe Belastung im Trinkwasser relevant sein.
Cadmium tritt seltener auf, findet sich aber in verzinkten Stahlrohren und älteren Lötverbindungen. Es reichert sich im Körper an und belastet vor allem die Nieren.
Was Schwermetalle im Körper bewirken
Schwermetalle sind nicht alle gleich gefährlich, doch bei dauerhafter Aufnahme über das Trinkwasser können selbst geringe Mengen Folgen haben.
Blei ist der kritischste Stoff. Es lagert sich in den Knochen ein und wird nur sehr langsam wieder abgebaut. Besonders gefährdet sind Kinder und Schwangere. Bei Kindern beeinträchtigt Blei die Entwicklung des Nervensystems, die Lernfähigkeit und die Blutbildung. Da Kinder pro Kilogramm Körpergewicht deutlich mehr Wasser aufnehmen als Erwachsene, ist die relative Belastung höher. Bei Schwangeren geht Blei über die Plazenta auf das ungeborene Kind über und kann in die Muttermilch übergehen. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, dass Kleinkinder und Schwangere kein Wasser trinken sollten, das durch Bleileitungen geflossen ist.
Kupfer verursacht bei hohen Konzentrationen Magen-Darm-Beschwerden und kann die Magenschleimhaut reizen. In geringen Mengen ist Kupfer ein lebenswichtiges Spurenelement, doch der Bedarf wird in der Regel bereits über die Nahrung gedeckt.
Nickel löst bei bestehender Nickelallergie Beschwerden aus. Der Grenzwert wurde in der EU auf 0,02 Milligramm pro Liter gesenkt, um Allergiker besser zu schützen.
Cadmium reichert sich bei chronischer Aufnahme in den Nieren an und kann die Nierenfunktion beeinträchtigen. Darüber hinaus steht es im Verdacht, den Knochenstoffwechsel zu stören.
Was die Grenzwerte sagen und wo sie sich ändern
Die EU, Deutschland, Österreich und die Schweiz haben Grenzwerte für Schwermetalle im Trinkwasser festgelegt. Für Blei gilt aktuell ein Grenzwert von 0,01 Milligramm pro Liter. Ab 2028 wird dieser in der EU auf 0,005 Milligramm halbiert. Für Kupfer liegt der Grenzwert bei 2,0 Milligramm pro Liter, für Nickel bei 0,02 und für Cadmium bei 0,005 Milligramm pro Liter.
Wichtig zu verstehen: Diese Grenzwerte beziehen sich auf das Wasser am Wasserhahn, nicht am Wasserwerk. Wenn Ihre Hausleitungen Schwermetalle abgeben, kann das Wasser im Glas die Grenzwerte überschreiten, obwohl das Wasserwerk einwandfrei arbeitet. Und in der Schweiz ist Trinkwasser nur bis zum Hausanschluss reguliert. Was danach passiert, liegt beim Eigentümer.
Ein einfacher Schritt, der die Belastung sofort senkt: Lassen Sie morgens das Wasser laufen, bis es spürbar kühler wird. Das spült das Standwasser aus den Leitungen. Für die Zubereitung von Babynahrung empfehlen Behörden generell, das Wasser vor der Verwendung ablaufen zu lassen.
Warum Abkochen nichts bringt
Schwermetalle sind Elemente. Sie lassen sich weder durch Hitze zerstören noch verdampfen sie beim Kochen. Das Wasser wird zwar keimfrei, die Schwermetalle bleiben vollständig zurück. Wenn Wasser beim Kochen teilweise verdampft, steigt die Konzentration der Schwermetalle im verbleibenden Wasser sogar an. Abkochen ist also keine Lösung, sondern kann die Belastung im schlimmsten Fall verschärfen.
Welche Filter Schwermetalle entfernen
Wer Schwermetalle aus dem Leitungswasser entfernen möchte, braucht ein Filtersystem, das gezielt dafür entwickelt und geprüft wurde. Drei Technologien kommen in Frage.
Aktivkohle-Blockfilter binden Schwermetalle durch Adsorption an ihrer porösen Oberfläche. Besonders Blei und Kupfer werden effektiv zurückgehalten, wenn die Aktivkohle als gepresster Block eingesetzt wird. Lose Aktivkohle-Granulate, wie sie in einfachen Kannenfiltern vorkommen, leisten das nicht in gleichem Masse. Mineralien wie Calcium und Magnesium passieren den Filter und bleiben im Wasser.
Umkehrosmose entfernt Schwermetalle zuverlässig, da die feine Membran praktisch alle gelösten Stoffe zurückhält. Die Entfernungsrate liegt bei über 99 %. Allerdings gehen dabei auch sämtliche Mineralien verloren, und das System benötigt Strom und produziert Abwasser.
Mehrstufige Systeme mit Mineralkeramik und Aktivkohle kombinieren verschiedene natürliche Filtermedien in einem langsamen Durchlauf. Die Keramikschichten halten Partikel und Verunreinigungen zurück, während die Aktivkohle gelöste Schwermetalle bindet. Durch die lange Kontaktzeit zwischen Wasser und Filtermedien wird eine gründliche Adsorption erreicht. Laborgeprüfte Systeme dieser Art filtern Schwermetalle unter die Bestimmungsgrenze und erhalten gleichzeitig die natürlichen Mineralien im Wasser.
Wie bei PFAS gilt auch hier: Nicht jeder Filter, der allgemein Schadstoffe reduziert, ist gegen Schwermetalle wirksam. Achten Sie auf einen Laborprüfbericht, der die Filterleistung für konkrete Schwermetalle belegt.
Unser Ansatz bei MAUNAWAI
Unsere Filtersysteme wurden in unabhängigen Laboranalysen gezielt auf Schwermetalle getestet. Im Langzeitversuch des IIREC (Internationales Institut für Resonanz- und EMC-Forschung) wurde nachgewiesen, dass das MAUNAWAI-Filtersystem Blei und Quecksilber unter die Bestimmungsgrenze reduziert. Kupfer und Zink werden auf einen Bruchteil des Grenzwerts gesenkt. Das Forschungsinstitut bestätigte dem System eine „erstaunliche Fähigkeit zur Reinigung anorganischer und organischer Kontaminationen" mit besonderer Stärke bei Schwermetallen.
Unsere PI-Technologie arbeitet mit 21 natürlichen Mineralkeramiken und Aktivkohle. Schadstoffe werden gebunden, Mineralien bleiben erhalten, die Wasserhärte wird auf ein angenehmes Mass reduziert. Ohne Strom, ohne Chemie, ohne Abwasser.
Ob als Kini Filterkanne, als PiPrime Gravitationsfilter oder als Peka Hausfilter: Alle Systeme nutzen dieselbe Filtertechnologie. Die vollständigen Testergebnisse veröffentlichen wir unter Wissenschaft und Studien.
Was Sie jetzt tun können
Wenn Sie in einem Altbau wohnen, lohnt es sich herauszufinden, aus welchem Material Ihre Wasserleitungen bestehen. Ihr Vermieter oder Ihre Hausverwaltung kann Ihnen Auskunft geben. Ein professioneller Wassertest schafft Klarheit über die tatsächliche Belastung an Ihrem Wasserhahn.
Unabhängig davon: Lassen Sie morgens das Wasser kurz laufen, bevor Sie es zum Trinken oder Kochen verwenden. Und wenn Sie einen Wasserfilter wählen, achten Sie darauf, dass er Schwermetalle nachweislich reduziert.
Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns oder entdecken Sie alle MAUNAWAI-Systeme im Überblick.