Mikroplastik im Wasser

Mikroplastik steckt in Leitungswasser und Flaschenwasser.

Mit blossem Auge ist der grösste Teil des Mikroplastiks nicht zu erkennen, da die Kunststoffpartikel von einem Mikrometer bis fünf Millimetern betragen können.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Mikroplastik sind winzige Kunststoffpartikel unter fünf Millimetern. Sie gelangen über Textilwäsche, Reifenabrieb, Kosmetik und zerfallende Verpackungen in die Umwelt.
  • Kläranlagen entfernen den Grossteil, aber nicht alles. Reste gelangen über das Abwasser in Flüsse und Grundwasser.
  • Flaschenwasser enthält im Durchschnitt deutlich mehr Mikroplastik als Leitungswasser.
  • Mikroplastik wurde im menschlichen Blut, in der Leber und in der Plazenta nachgewiesen. Die Langzeitwirkungen werden intensiv erforscht.
  • Verbindliche Grenzwerte gibt es in der EU und der Schweiz noch nicht. Die Regulierung steckt in der Entwicklungsphase.

Was Mikroplastik ist und wie klein es wirklich wird

Mikroplastik bezeichnet synthetische Kunststoffpartikel mit einer Grösse von einem Mikrometer bis fünf Millimetern. Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter. Mit blossem Auge ist der grösste Teil davon nicht zu erkennen.

Noch kleiner sind Nanoplastik-Partikel: unter einem Mikrometer, kleiner als eine menschliche Zelle. Diese Partikel können Zellmembranen durchdringen und sich im Körper verteilen. Genau das macht sie aus wissenschaftlicher Sicht besonders interessant und besorgniserregend.

Die Quellen sind vielfältig. Mikroplastik entsteht, wenn grössere Kunststoffprodukte in der Umwelt zerfallen: Verpackungen, Flaschen, Folien. Es wird aber auch gezielt hergestellt, etwa als Mikroperlen in Peelings und Zahnpasta. Die grössten Eintragsquellen sind allerdings weniger offensichtlich: Synthetische Textilien setzen bei jedem Waschgang hunderte Fasern frei. Reifenabrieb auf Strassen erzeugt Partikel, die über den Regen in Gewässer gespült werden. Und Kosmetikprodukte enthalten Kunststoffe, die über den Abfluss in die Kanalisation gelangen.

Wie Mikroplastik ins Trinkwasser gelangt

Der Weg führt über das Abwasser. Kläranlagen in der Schweiz und in Deutschland arbeiten mit mehrstufigen Verfahren und entfernen je nach Anlage 95 bis über 99 % der Mikroplastik-Partikel. Das klingt viel, doch bei den enormen Wassermengen, die täglich behandelt werden, gelangen trotzdem Partikel in Flüsse und von dort ins Grundwasser.

In Genf hat eine Studie die Mikroplastik-Belastung im Trinkwasser untersucht: Im Rohwasser wurden 25 bis 55 Partikel pro Kubikmeter gemessen. Nach der Aufbereitung mit Sandfiltration und Aktivkohle waren es null bis vier Partikel. Die Aufbereitung funktioniert also, reduziert aber nicht auf null.

Eine Zahl, die viele überrascht: Flaschenwasser enthält im Durchschnitt deutlich mehr Mikroplastik als Leitungswasser. Eine Studie der Ohio State University zeigte, dass abgefülltes Wasser rund 10 Partikel pro Liter enthielt, Leitungswasser dagegen rund 4,5 Partikel. Andere Untersuchungen kommen auf noch grössere Unterschiede. Der Grund: Beim Abfüllen, Lagern und Transportieren von Plastikflaschen lösen sich Partikel aus dem Flaschenmaterial. Wer Leitungswasser trinkt statt Flaschenwasser, nimmt in der Regel weniger Mikroplastik auf.

Was Mikroplastik im Körper bewirkt

Mikroplastik wurde mittlerweile im menschlichen Blut, in der Leber, in den Nieren, in der Plazenta und sogar im Speichel nachgewiesen. Die Partikel gelangen über Nahrung und Trinkwasser in den Körper und verteilen sich über den Blutkreislauf.

Die gesundheitlichen Auswirkungen werden intensiv erforscht. Was bisher bekannt ist: Mikroplastik kann Entzündungsreaktionen im Magen-Darm-Trakt auslösen. Besonders problematisch sind die chemischen Zusatzstoffe, die in vielen Kunststoffen enthalten sind. Weichmacher wie Phthalate und Bisphenol A (BPA) sind nicht fest an den Kunststoff gebunden und können im Körper freigesetzt werden. Sie stehen im Verdacht, das Hormonsystem zu stören und oxidativen Stress zu verursachen.

Darüber hinaus deuten Studien auf mögliche Zusammenhänge mit Stoffwechselstörungen, Beeinträchtigungen des Immunsystems und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Für belastbare Aussagen über konkrete Langzeitfolgen beim Menschen fehlt derzeit noch die Datengrundlage. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko durch Mikroplastik im Trinkwasser aktuell als gering ein, betont aber die Notwendigkeit weiterer Forschung.

Was klar ist: Mikroplastik gehört nicht in den menschlichen Körper. Und die Belastung lässt sich reduzieren.

Warum es noch keine Grenzwerte gibt

Im Gegensatz zu Schwermetallen oder PFAS existieren für Mikroplastik im Trinkwasser noch keine verbindlichen Grenzwerte. Weder in der EU noch in der Schweiz. Der Grund: Es fehlt bislang an einer standardisierten Messmethode. Wie soll man regulieren, was man nicht einheitlich messen kann?

Die EU hat im Mai 2024 eine harmonisierte Messmethodik beschlossen, die Partikel zwischen 20 und 5.000 Mikrometer erfasst. Acht EU-Länder haben 2025 mit der standardisierten Probenahme an Pilotstandorten begonnen. Bis 2029 soll eine vollständige Risikobewertung vorliegen, auf deren Basis dann Grenzwerte festgelegt werden können.

Die Schweiz hat im Dezember 2025 die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung aktualisiert und neue Einschränkungen für absichtlich zugesetztes Mikroplastik in Produkten eingeführt. Das betrifft etwa Kosmetik und Reinigungsmittel. Grenzwerte für Mikroplastik im Trinkwasser gibt es aber auch hier noch nicht.

Ein kritischer Punkt: Die EU-Messmethodik erfasst nur Partikel ab 20 Mikrometer. Forschung zeigt jedoch, dass der Grossteil der Mikroplastik-Belastung im Trinkwasser aus kleineren Partikeln besteht. Die Regulierung ist also ein Schritt, aber kein vollständiger.

Welche Filter Mikroplastik entfernen

Abkochen hilft nur bedingt. Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigte, dass fünfminütiges Kochen von mineralreichem Wasser bis zu 90 % der Mikroplastik-Partikel entfernen kann, weil sich die Partikel an Mineralablagerungen binden und absetzen. Allerdings funktioniert das nicht bei weichem, mineralarmem Wasser, und die kleinsten Nanoplastik-Partikel werden nicht erfasst. Filtration ist der zuverlässigere Weg.

Keramikfilter haben Porenweiten im Bereich von 0,2 Mikrometer. Damit können sie einen Grossteil der Mikroplastik-Partikel mechanisch zurückhalten. In Kombination mit Aktivkohle, die gelöste Schadstoffe durch Adsorption bindet, entsteht ein breites Filterspektrum. Die Wirksamkeit hängt von der Feinheit der Keramik und der Qualität der Aktivkohle ab.

Aktivkohle-Blockfilter allein bieten ebenfalls einen gewissen Schutz, vor allem gegen grössere Partikel. Gegen die kleinsten Mikroplastik-Fragmente unter fünf Mikrometer sind sie jedoch weniger wirksam.

Umkehrosmose erreicht die höchsten Entfernungsraten: über 99,9 %, auch bei Nanoplastik. Die Membranporen sind rund 10.000-mal kleiner als die kleinsten Mikroplastik-Partikel. Dafür benötigt das System Strom, erzeugt Abwasser und entfernt auch Mineralien. Zudem zeigen neuere Untersuchungen, dass gealterte RO-Membranen selbst Mikroplastik-Fragmente abgeben können, wenn sie nicht rechtzeitig ausgetauscht werden. Regelmässige Wartung ist also auch hier entscheidend.

Unser Ansatz bei MAUNAWAI

Unsere Filtersysteme kombinieren Mineralkeramik und Hochleistungs-Aktivkohle in einem mehrstufigen Durchlauf. Die Keramikschichten halten Partikel mechanisch zurück, die Aktivkohle bindet gelöste Schadstoffe. Durch die langsame Schwerkraftfiltration bleibt das Wasser lange in Kontakt mit den Filtermedien, was die Adsorption verbessert.

Bei Mikroplastik reduziert die Kini Filterkanne die Belastung um rund 70 %, mit dem zusätzlichen Mikroschwamm um etwa 85 %. Das ist deutlich mehr, als herkömmliche Ionentauscher-Kannenfilter leisten, die Mikroplastik bauartbedingt kaum zurückhalten. Bei Schwermetallen und PFAS erreichen unsere Systeme sogar Werte von über 99 %. Wir kommunizieren alle Werte offen, weil Ihnen Transparenz mehr nützt als ein geschöntes Versprechen.

Gleichzeitig ist zu bedenken: Der grösste Mikroplastik-Eintrag beim Trinken kommt nicht aus dem Leitungswasser selbst, sondern aus Plastikflaschen. Wer von Flaschenwasser auf gefiltertes Leitungswasser umsteigt, reduziert seine Mikroplastik-Aufnahme allein durch diesen Wechsel erheblich.

Unsere PI-Technologie arbeitet mit 21 natürlichen Mineralkeramiken. Schadstoffe wie Schwermetalle, PFAS und Medikamentenrückstände werden zu über 99 % entfernt, Mineralien bleiben erhalten. Ohne Strom, ohne Chemie, ohne Abwasser. Die vollständigen Testergebnisse finden Sie unter Wissenschaft und Studien.

Was Sie jetzt tun können

Reduzieren Sie Plastik, wo es möglich ist. Trinken Sie Leitungswasser statt Flaschenwasser. Verwenden Sie Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl. Achten Sie bei Kosmetik und Reinigungsmitteln auf mikroplastikfreie Produkte.

Und wenn Sie Ihr Leitungswasser zusätzlich filtern möchten: Wählen Sie ein System, dessen Filterleistung für konkrete Schadstoffe belegt ist. Nicht jeder Filter entfernt alles gleich gut. Fragen Sie nach, vergleichen Sie, und verlangen Sie Prüfergebnisse.

Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns oder entdecken Sie alle MAUNAWAI-Systeme im Überblick.

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